Denken Sie daran, die Hygienemaßnahmen vor Ihrem Besuch zu überprüfen.

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Liebe Filmfreunde,

 

In ungewohnten Zeiten, in denen das Treffen, das Umarmen, das Reisen und generell das Leben an sich neu überdacht werden musste, waren wir gezwungen, unser seit November 2020 geplantes Festival zu verschieben. Es war eine schwierige Zeit, viele von uns haben geliebte Menschen verloren, die Welt fordert uns auf, uns unserer Menschlichkeit bewusster zu werden.

 

Aber endlich können wir uns wieder treffen und das lateinamerikanische Kino genießen, wenn auch mit einigen Einschränkungen, wie zum Beispiel, dass wir nicht wie gewohnt im Foyer des Kinos sitzen können, wo sich die lateinamerikanische Gemeinschaft und ihre Freunde seit acht Jahren bei einem Glas chilenischen Weins oder einigen kolumbianischen Arepas über das Kino und die Welt austauschen können.

 

Trotzdem bietet uns unser Programm in diesem Jahr eine wunderbare Reise. Auf der Leinwand werden wir die Topographie der südamerikanischen Gebirge neu entdecken: von der Sierra Nevada de Santa Marta (Thinking like a mountain)  bis zu den Anden (La cordillera de los sueños) sind viele Geschichten auszugraben. Die eigene Vergangenheit zu klären, um heute in Frieden zu leben, streben auch Kinder von verschwundenen Eltern (Nuestras madres), und Freunden, die hinter gelassen wurden (A media voz). Nicht nur die eigene, individuelle Geschichte, sondern auch die des Landes wird dank des Filmschaffens neu betrachtet (La revolución y la tierra). 

 

Die Magie des Kinos bringt auch eine gewisse Unsterblichkeit: zumindest auf der Leinwand leben weiterhin Menschen (Lemebel) sowie Orte (Once upon a time in Venezuela), die es sonst nicht mehr gäbe.